First give - and then take
19.01.2007:Unter diesem Motto hat einmal sehr treffend einer der Internetpioniere in Deutschland das Prinzip der (Online-)Netzwerke zusammengefasst.
Auch ich habe schon oft festgestellt, dass das Engagement in
verschiedenen Online-Communities auf Dauer mehr bringt als sich in
Stundenlohn für die in die Gemeinschaft hineingegebene Hilfe ausrechnen
läßt.
Deswegen bin ich auch in verschiedenen Netzwerken aktiv.
Ich weiß auch, dass eine solche Community nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft funktioniert: Man gibt dem einen etwas und bekommt an anderer Stelle von jemandem anderen. So ist allen irgendwann einmal geholfen, und da das ganze öffentlich abläuft profitieren auch die, die nur mitlesen.
Trotzdem kann man es auch falschmachen: Die Frage »Kannst Du mir mal eben (…)?« ist eigentlich schon deswegen falsch, weil am Computer - das wissen wir alle - selten etwas »mal eben« geht. Aber das ist gar nicht der Fehler.
Komisch wird das ganze erst, wenn jemand verspricht, kistenweise Bier oder andere Gaben als Dankeschön zu schicken, beim Verweis auf den leicht zu findenden Amazon-Wunschzettel verspricht, dort etwas tolles auszusuchen und dann für die nächsten Monate auf allen bekannten Kommunikationskanälen verstummt.
Bitte nicht falschverstehen: Wie gesagt habe ich das Prinzip der
Communities verstanden und auch verinnerlicht. Ich helfe gerne einmal.
Und auch mehrfach.
Aber wenn man eh nicht vorhat, sich zu bedanken, sollte man es nicht
wiederholt versprechen. Da bleibt ein komischer Nachgeschmack.
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