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Redet nicht über Programme

05.06.2009:

Viele Webworker erzählen ihren Kunden über die Möglichkeiten des Web 2.0 – oder des Social Web, wie man ja heute eher sagt.

Ich finde das falsch.

Wenn ich als Schreiner in einer 10. Realschulklasse den Schülern von meinem Job erzählen soll, dann erzähle ich auch nicht, wie schön es ist, wenn ein Nagel – getrieben vom Hammer – im Holz versinkt. Ich erzähle nicht von der Säge, wie sie auch dickste Balken teilt und nicht vom Hobel, der den Raum mit seinem Kreischen erfüllt.
Wenn ich die Jugendlichen von meinem Beruf begeistern will, dann erzähle ich doch von maßgefertigten Möbeln, die einem Raum eine Stimmung verleihen. Ich berichte von der Freude, wenn ein Haus entsteht und die glüklichen Bauherren beim Richtfest stolz darin herumlaufen. Vom Charakter, den eine Hausfront durch eine gute Haustür bekommt.

Und so sollten wir auch nicht von twitter oder Facebook reden. Nicht von Gruppen, Seiten oder Hashtags. Uns nicht in eine Diskussion hineinziehen lassen, wie wenig denn bitte 140 Zeichen sind.

Wir sollten statt dessen von Kommunikation und Information reden. Das finden eigentlich alle ganz spannend.

Die Menschen brauchen keine begeisterten Erzählungen über Programme. Sie brauchen begeisterte Erzählungen über schnelle, effiziente, und manchmal auch unterhaltsame Kommunikation.

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